Anlässlich der Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses am 28. Juli 1967 wurde eine Feuerschutzwoche durchgeführt, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mehr als 3000 Schüler der Gronauer Schulen wurden in diesem Rahmen mit den Aufgaben der Feuerwehr vertraut gemacht. Und es entstand die Idee, auch neue Kräfte für den Dienst am Nächsten zu werben. Schließlich gab es im Bundesgebiet zu diesem Zeitpunkt bereits 1007 Jugendfeuerwehren mit rund 18000 Jugendfeuerwehrmännern.
Auf eine Anzeige in den Westfälischen Nachrichten, meldeten sich 146 junge Leute im Alter von 10 – 17 Jahren, die sich für die Jugendfeuerwehr interessierten. Da dies für den Anfang natürlich eine viel zu große Zahl war, entschied man sich dafür nur die 15 – 17jährigen zur Gründungsversammlung einzuladen.
Am 7. November 1967 war es dann soweit. Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Gronau wurde offiziell gegründet – als erste im damaligen Kreis Ahaus – und ist auch die älteste im heutigen Kreis Borken. 30 junge Männer wurden vom Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrandmeister Karl Völkers in die Wehr aufgenommen. Zum ersten Jugendfeuerwehrwart wurde seinerzeit Oberfeuerwehrmann Arnold Kösters benannt, der bis zu seinem tragischen Unfalltod am 24. Mai. 1968 die Jugendfeuerwehr leitete. Ihm zur Seite standen Günter Möller und Gerhard Meyerink. Zum Nachfolger von Arnold Kösters wurde damals als Jugendfeuerwehrwart Günter Möller benannt.
In ersten Jahren nach ihrer Gründung wurden Dienstabende (jeweils Dienstagabend) von je 1 ½ Stunden abgehalten, die der reinen Feuerwehrtechnischen Ausbildung dienten. Erst 1970 änderte sich die Ausbildung der Jugendfeuerwehr. Laut Jugendordnung sollte die feuerwehrtechnische Ausbildung nur noch 50% der gesamt Dienstabende betragen und die anderen 50% der allgemeinen Jugendarbeit dienen. Zu den Dienstabenden fanden jedoch auch andere Veranstaltungen und Besichtigungen statt. Immer wieder verbrachte die Jugendfeuerwehr ein Wochenende draußen in der Natur und zwar in der CVJM - Hütte im Gildehauser Venn.
Bei den Leistungswettkämpfen der Feuerwehren des Kreises Ahaus in Südlohn, im Juni 1968, trug die Jugendfeuerwehr einen Angriff nach den Richtlinien des Westfälischenfeuerwehrverbandes vor. Die Gruppe blieb mit einer Zeit von 4 Min. 47 Sek. weit unter der gesetzten Zeit von 6 Minuten und arbeitete fehlerlos.
Seit 1968 fährt die Jugendfeuerwehr jährlich zur Leistungsprüfung für die Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr. Mit zwei Gruppen (je 9 Jugendliche) wurde in Lüdenscheid die erste Leistungsprüfung für die Leistungsspange abgelegt.
Die Übungsbedingungen für die Leistungsspange je Gruppe lauteten:
1. Kugelstoßen (5 kg) insgesamt 55 Meter
2. Staffellauf (1500 Meter mit einem C – Strahlrohr) in 300 Sekunden
3. Ausrollen von 8 C- Druckschläuchen in 90 Sekunden
4. Beantwortung von 54 Fragen aus dem feuerwehrtechnischen Bereich.
Die Jugendfeuerwehr Gronau richtete 1977 auf dem Stadtparksportplatz die Leistungsübung zum Erwerb der Leistungsspange aus. Elf Jugendfeuerwehrmannschaften aus Nordrhein Westfalen nahmen an dieser Veranstaltung teil.
Das „erste Jahr“ hatte die Jugendfeuerwehr trotz anfänglicher Skepsis gut überstanden. Der Diensteifer der Jugendlichen war vorbildlich. Waren im ersten Jahr vier Austritte, 8 Jugendliche konnten wegen erreichen der Altersgrenze (17 Jahre) in die aktive Abteilung der Wehr wechseln, waren 13 Neuzugänge zu verzeichnen, so dass die Jugendfeuerwehr im zweiten Jahr unter der Leitung von Jugendfeuerwehrwart Günter Möller, den Ausbildern Gerhard Meyerink und Willi Epping einen Bestand von 32 Jugendlichen hatte.
Zusammen mit der Jugendfeuerwehr Ochtrup (gegründet 1965) wurden immer wieder Filmabende, Fußballspiele, Quiznachmittage und Besichtigungen durchgeführt.
In ersten drei Jahren der Jugendfeuerwehr wechselten 30 Jugendliche wegen erreichen der Altersgrenze zur aktiven Freiwilligen Feuerwehr über. Somit hatte die Gründung einer Jugendfeuerwehr bereits damals schon reife Früchte für den Brandschutz der Stadt Gronau und der Einsatzabteilung der aktiven Wehr gebracht.
Brandmeister Gerhard Fischer übernahm 1974 kommissarisch als Jugendfeuerwehrwart die Jugendfeuerwehr, da wegen der Zusammenlegung der Gemeinden Gronau und Epe auch innerhalb der Wehren Neuorganisationen nötig wurden. Jugendfeuerwehrwart Brandmeister Günter Möller war rund sechs Jahre neben seinem sonstigen Feuerwehrdienst unermüdlich für die Jugendabteilung tätig. Ihm zu Seite standen die Ausbilder Günter Meyer und Steffen Dittmann. Günter Möller erhielt auf der Versammlung aus den Händen des Kreisbrandmeisters Georg Wortmann im Namen des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr überreicht.
Erste Einsatz- Erfahrungen konnten die Jugendfeuerwehrmänner bei den Flächenbränden im Amts- bzw. Gildehauser Venn sammeln. Dabei wurde jedoch ein Jugendfeuerwehrmann zum Brandstifter, er stecke im Gildehauser Venn die Heide an, weil er zu einem Flächenbrand nicht mitfahren durfte.
Im Januar 1977 gründeten die drei Jugendfeuerwehren des Kreises Borken in Südlohn die Kreisjugendfeuerwehr im Kreisfeuerwehrverband Borken. Der Kreisjugendfeuerwehr gehörten 97 Jugendfeuerwehrmänner aus Gronau, Bocholt und Isselburg an. Zum ersten Kreisjugendfeuerwehrwart wurde Oberbrandmeister Laurenz Jungebluth aus Bocholt und sein Stellvertreter Gerd Fischer aus Gronau benannt. Zum 10jährigen Bestehen ging es mit dem Bus nach Westberlin. Dort wurde die größte Berufsfeuerwehr der Bundesrepublik Deutschland besucht, eine Stadtrundfahrt mit den Sehenswürdigkeiten in der geteilten Stadt sowie eine Stadtrundfahrt durch Ostberlin, Hauptstadt der DDR unternommen. Diese Reise wurde für alle ein besonderes Ereignis (Grenzkontrolle) und wird für die Teilnehmer unvergessen bleiben.
Im Mai 1979 übernahm Brandmeister Wilhelm Thyben als Jugendfeuerwehrwart und Herbert Schröter als Ausbilder die Führung der Jugendfeuerwehr. Hatte die Jugendfeuerwehr in den ersten 10 Jahren ihres Bestehen eine Stärke von 30 Jugendlichen, so ging diese in den 80iger Jahren rapide zurück. So hatte die Jugendfeuerwehr 1981 zum 100 jährigem Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr eine Stärke von 20 Jugendlichen.
Ein neues Zeitalter brach 1980 an. Am 26. August 1980 trat die 14 jährige Susanne Gradtke als erstes Mädchen in die Jugendfeuerwehr Gronau ein. Leider wurde sie später in die Einsatzabteilung der Freiwillige Feuerwehr nicht übernommen – Begründung fehlende Umkleide- und Duschräume für Damen an der Feuerwache.
Seit 1981 findet im Kreis Borken das Kreispokalturnier unter den Jugendfeuerwehren des Kreises statt. Neun Mitglieder jeder teilnehmenden Jugendfeuerwehr bilden die Wettkampfmannschaft, die neben einen Löschangriff, Knoten und Stiche, auch einen Hindernisparcour bewältigten müssen. 1988 und 2003 im Rahmen der Landesgartenschau war Gronau der Ausrichter des Kreispokalturniers.
Zum 20 jährige Bestehen gab sich die Jugendfeuerwehr „zum Anfassen“ mit einem Tag der offenen Tür. An der Feuer- und Rettungswache hatten die 15 Jugendlichen am 27. September 1987 eine „Anleihe“ bei der Einsatzabteilung gemacht und den gesamten Fahrzeugpark aufgeboten, um den Besuchern das „Kiebitzen“ zu ermöglichen. Im Gebäude der Feuerwache wurden alle Ausrüstungsgegenstände gezeigt, die eine komplette Wehr nötig hat. Für Gronauer und Eperaner war es eine Möglichkeit, die Feuerwehr einmal nicht im Vorbeifliegen kennen zu lernen, sondern in aller Ruhe. Fürs leibliche Wohl war ebenso gesorgt wie für Musik. Quasi zum Finale improvisierte die Jugendfeuerwehr noch eine Übung – zur Begeisterung der Besucher. Schade war dass das Besucherinteresse sehr gering war.
Seit 1990 steht Matthias Stehning der Jugendfeuerwehr als Jugendfeuerwehrwart vor, das erste von mehreren Freizeiten, Zeltlagern unter seiner Regie, veranstaltete die Jugendfeuerwehr im September 1992 auf dem Gelände der Overbergschule in Epe ein Zeltlager. Jugendfeuerwehren aus Ochtrup, Albersloh, Vreden, Südlohn, Bocholt, Gescher und Gronau sowie die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerk Gronau hatten hinter dem Gebäude eine kleine Zeltstadt aufgebaut, wo auch ein Lagerfeuer nicht fehlen durfte. Grund zur Durchführung des Zeltlagers war das 25jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Gronau.
Auf Grund der großen Beteiligung in der Jugendfeuerwehr, wurde 1995 die Jugendfeuerwehr Gronau in zwei Jugendgruppen aufgeteilt, in die Jugendgruppe Gronau und Jugendgruppe Epe. Jugendfeuerwehrwart der Gruppe Gronau wurde der bisherige stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Brandmeister Udo Lienesch, der gleichzeitig stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart wurde. Die Leitung der Gruppe Epe wurde der Jugendfeuerwehrwart Brandmeister Matthias Stehning, der gleichzeitig als Stadtjugendfeuerwehrwart bestellt wurde.
Mit 150 Gästen feierte die Jugendfeuerwehr Gronau am 8. November 1997 in der Feuer- und Rettungswache ihr 30-jähriges Bestehen. Während die Vorführungen am Samstagnachmittag auf dem Deltaplatz bei schlechtem Wetter unter keinen so guten Stern standen, konzentrierten sich alle am Abend auf die Feier.
Stadtjugendfeuerwehrwart Matthias Stehning konnte an diesem Abend, auch den Landes- und Kreisjugendfeuerwehrwart begrüßen sowie die ersten Mitglieder und Kameraden, die damals die Jugendfeuerwehr aus der Taufe gehoben haben.
Rund sechzig Kubikmeter Sachspenden, so lautet das stolze Ergebnis der Sammelaktion der Jugendfeuerwehren im Kreis Borken. Nach der Jahrhundertflut an der Elbe im August 2002 wurde Spontan eine Sammlung ins Leben gerufen unter dem Motto „Von der Jugend für die Jugend“ Vielen Kindern war durch die Flut das gesamte Spielzeug, die Kleidung, das lieb gewonnene Kuscheltier abhanden gekommen. Die Spendenbereitschaft war enorm und viele fleißige Helfer waren nötig, um die Logistik-Fahrzeuge der Feuerwehren aus Borken, Gronau, Raesfeld und Gescher zu verpacken. 16 Feuerwehrleute aus dem Kreis Borken hatten sich auf dem Weg gemacht um die gesammelten Sachspenden in den 650 Kilometer entfernten Landkreis Döbeln im Freistaat Sachsen zu bringen. Dort wurden die Sachspenden der Sozialdezernentin des Landkreises Döbeln, die sich überwältigt zeigte von der Spendenaktion der Jugendfeuerwehren im Kreis Borken übergeben.
Den Wanderpokal des Landrates holte sich beim Leistungsnachweis der Jugendfeuerwehren des Kreises am 1. Juni 2003 die Gruppe Epe. Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr Gronau, waren die Gronauer Ausrichter des Leistungsnachweises der Jugendfeuerwehren. Bereits am 28. Mai waren die Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Borken in Gronau eingetroffen und hatten auf dem Sportplatz des SG Gronau Zelte für das Kreiszeltlager aufgebaut. Höhepunkt des Zeltlagers war der Leistungsnachweis mit zwölf Jugendfeuerwehrgruppen zu je neun Personen. Das Rahmenprogramm gestalteten die Feuerwehren aus Losser, Bocholt und Gronau. Die Feuerwehr Bocholt demonstrierte die Möglichkeiten der Höhenrettungseinheit. Die niederländischen Kollegen aus Losser die Unfallrettung aus einem verunfalltem Pkw und die Gronauer Feuerwehrleute informierten die Besucher über den Brandschutz in privaten Wohnbereich.
Ein Berufsfeuerwehrtag an der Feuer- und Rettungswache begeisterte die Jugendfeuerwehr an zwei Wochenenden im September 2004. und Mai 2007. Morgens antreten, Fahrzeugbesatzung einteilen und einen 24- Stunden Dienst auf der Feuerwache leisten – so sieht ein Tag bei der Berufsfeuerwehr aus. Jeweils 20 Jugendfeuerwehrmitglieder zwischen zwölf und achtzehn Jahren erhielten an zwei Wochenenden die Gelegenheit, durch die Begleitung eines Berufsfeuerwehrmannes einen konkreten Einblick in die Dienstabläufe zu bekommen. Da der Spaß bei dieser Aktion im Vordergrund stehen sollte, wurde der Tagesablauf nach Dienstplan immer wieder durch Übungen in Form von unangekündigten „Einsätzen“ unterbrochen. Neben dem Proben eines Ernstfalls und dem vertieft erlernten Feuerwehrwissen sollten mit dem Berufsfeuerwehrtag auch pädagogische und soziale Ziele, wie das Kennen lernen untereinander oder Öffentlichkeitsarbeit verfolgt werden.
Eine besondere Ehrung wurde dem Stadtjugendfeuerwehrwart Matthias Stehning am Rande des Leistungsnachweises der Jugendfeuerwehren in Gescher 2005 zuteil, Matthias wurde mit der Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehren in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Im August 2007 hieß es Abfahrt zum Megazeltlager. Die Jugendgruppen aus Gronau und Epe nahmen auf Einladung der Jugendfeuerwehr Gronau der Stadt Bensheim aus Hessen am Megazeltlager der Jugendfeuerwehren Südhessen in Mühlheim am Main teil. Insgesamt waren rund 4.000 Kinder und Jugendliche zu dem Zeltlager der "Jugendfeuerwehr Südhessen" gekommen. Dem Zusammenschluss gehören mehr als 200 Jugendwehren der Kreise Darmstadt-Dieburg, Offenbach, Groß-Gerau, Odenwaldkreis und Bergstraße an. Neben Volleyball- und Fußball spielen (im Fußball wurde der vierte Platz belegt) nahm die Jugendfeuerwehr, gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Bensheim-Gronau am lebendigen Logo teil. Das Resultat konnte sich gut blicken lassen und der Hessische Ministerpräsident Roland Koch, der ebenfalls zu dieser Veranstaltung kam, war begeistert. Am Samstagmorgen hieß es für die ausgelosten Teilnehmer der Jugendfeuerwehr Bensheim-Gronau, sie wurde unterstützt durch die Jugendfeuerwehr Gronau, frühes Aufbrechen zum Weltrekordversuch an den Main.
"Wir pumpen den Main leer!" - Unter diesem Motto hatten die südhessischen Jugendfeuerwehren an der Mainschleuse mit einer riesigen Wasserwand einen neuen Weltrekord aufgestellt.
Mehr als 1.000 "Strahlrohre" waren im Einsatz, als rund 2.000 junge Feuerwehrfrauen und -männer etwa 20 Minuten lang über 100.000 Liter Wasser pro Minute aus dem Main pumpten und es wieder zurück spritzten. Um den bisherigen deutschen Rekord zu brechen, waren mindestens 800 Rohre nötig.
Den hielt die südhessische Jugendfeuerwehr bislang selbst. Diesmal ging das gesetzte Ziel aber über einen deutschen Rekord hinaus. Ins Guinnessbuch der Rekorde wollte es der Löschnachwuchs schaffen, und zwar mit der "dichtesten" Wasserwand.
Und so wurde es am Ende auch geschafft mit dem Eintrag ins Guinnessbuch. Die zahlreichen Zaungäste konnten eine 390 Meter lange und 8 Meter hohe Wasserwand bestaunen.
Für alle Teilnehmer war dieses Megazeltlager ein besonderes Erlebnis, hatte die Jugendfeuerwehr an so ein Zeltlager in dieser Größe noch nie teilgenommen.
Nach dem Megawochenende im August 2007, verbrachten die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr noch eine erlebnisreiche Woche in den Herbstferien, und zwar in der Schützenhalle in Beringhausen im Sauerland.
Nicht nur das die Jugendfeuerwehr jährlich am Kreispokalturnier des Kreises Borken oder am Leistungsnachweis zum Erwerb der Leistungsspange teilnimmt, auch bei anderen öffentlichen Veranstaltungen z.B. an der Säuberungsaktion der Stadt „Gronau putzt sich heraus“, an den Karnevalumzügen, aktive Teilnahme bei den Aufführungen der Wasserspiele im Stadtpark, „Tag der offnen Tür“ oder Feuerwehrtagen der Löschzüge Gronau und Epe, bei Schulfesten, „Tag der offenen Tür“ bei Firmen oder an Jubiläumsveranstaltung der Nachbar Jugendfeuerwehren, Freiwilligen Feuerwehren, Rauchmelderkampagne „Eine Stadt sagt dem Feuer den Kampf an“ und………...
Die Jugendfeuerwehr wird gebraucht – um Freiwilligkeit innerhalb der Feuerwehr zu sichern, um gesellschaftliches und kulturelles Leben aufrecht zuhalten und um der Jugend zu zeigen, was Gemeinsinn bedeutet.
Technische Interessen und soziale Bedürfnisse – junge Mitglieder erleben Erfolg und Anerkennung. Helfen sei out, Egoismus sei in! Wir zeigen ihnen, dass dies nicht stimmt.
Soziales Engagement kann Spaß machen und trägt zum positiven Ansehen in der Bevölkerung bei.
Das klare, unverwechselbare Profil der Jugendfeuerwehr kommt an.
Die Jugendfeuerwehr steht mittendrin. Sie spricht alle Jugendlichen an - Jungen und Mädchen, Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten und Bildungsstufen. 41 Mitglieder, organisiert in zwei Gruppen, sind ein Beweis für die Attraktivität der Jugendfeuerwehr. Junge Menschen suchen das Besondere – eine Jugendarbeit, die mehr bietet als andere.
Das Ohr am Puls der zeit haben, mit der Zeit gehen, nicht gleich jeder Modeerscheinung hinterher gehen – das macht die Jugendfeuerwehr so wertvoll.
Aller Individualisierung zum Trotz; junge Menschen brauchen Gruppen, wollen von den „Alten“ erst genommen werden, suchen Rat und Begleitung. Aus dem Miteinander werden Freundschaften. Positive Erfahrungen in der Jugend halten ein Leben lang. Erworbene Einstellungen prägen das Privatleben.
Moderne Jugendliche – neue Anforderungen an einem traditionellen Verband – jährlich wechseln junge Menschen in die Einsatzabteilung. Jung und Alt reden miteinander, tauschen sich aus, packen gemeinsam an.
Vieles ist ihnen wichtig. Theoretische und praktische Ausbildung, Wettbewerbe, Reinschnuppern in die Ernsthaftigkeit des Feuerwehralltages. „Wenn man sie braucht, sind sie da“ – das ist die Devise für die 41 Jugendfeuerwehrmitglieder im Alter von 12 – 18 Jahren, darunter 4 Mädchen. Technik fasziniert – „einmal mit dabei sein!“ Top ausgebildet, voller Ehrgeiz, und auch ein wenig Stolz, dazugehören – das ist der Kick der Jugendfeuerwehr.
Aktion, Ausgleich, Anspannung, Aufgehobensein – das Programm machen die Jugendlichen selbst. Die Vielfalt macht`s – eine Vorbereitung auf den späteren Feuerwehreinsatz wird dabei nicht vernachlässigt.
Die Jugend weiß, was sie will. Mit Freunden Zusammensein, etwas abseits des Alltagstrotts erleben, dabei ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen und selbst entscheiden können. Ausbildung, Fitness, Spiele, Ausflüge, Umweltschutz, Feste, Dienst für die Gemeinde, Diskussionen, Spaß und viel Bewegung – das typische Jahresprogramm. Die Aktivitäten kommen an. Nicht nur bei Mitgliedern. Aktionstage und packende Wettbewerbe. Die Jugendfeuerwehr stellt sich offensiv der Öffentlichkeit dar. Das Profil nach innen und außen bekannt machen und für sich und seine Partner werben.
Die Jugendfeuerwehr ist kein Sportverein, aber trotzdem gehört Sport genauso zum Programm, wie erste Hilfe oder der Brandschutz. Bei Wettbewerben beweisen sie nicht nur ihre technischen Fähigkeiten. Im Staffel- und Hindernislauf entscheidet die Leistung der gesamten Gruppe.
Wie schließt man einen Schlauch an, was ist ein Strahlrohr, was kann man mit Leitern und Leinen machen? Aber es gibt auch theoretische Dinge zu lernen. Hauptsächlich geht es bei der Jugendfeuerwehr um den praktischen Umgang mit den Gerätschaften und dabei macht das Lernen auch noch Spaß.
Brettspiele im Winter, Rallyes im Sommer, Action und Gaudi stehen im Vordergrund. Und mit anderen zusammen was zu unternehmen macht auf alle Fälle viel mehr Spaß, als den ganzen Tag alleine vor dem Fernseher oder Computer zu sitzen.
Einmal ohne Eltern Urlaub machen? Na klar, bei der Jugendfeuerwehr lernt man andere Leute kennen. Zeltlager, schwimmen gehen, fremde Städte besichtigen, abends am Lagerfeuer sitzen, all das kann man bei der Jugendfeuerwehr erleben.
Die Jugendfeuerwehr beteiligt sich auch am Umweltschutz, bei der Stadtsäuberung werden in Gruppen - Wege, Straßen, Gräben gereinigt.
Im Jubiläumsjahr präsentiert sich die älteste Jugendfeuerwehr im Kreis Borken als junge, selbstbewusste und leistungsfähige Nachwuchsabteilung der Feuerwehr Gronau unter der Leitung von Stadtjugendfeuerwehrwart Brandinspektor Matthias Stehning und seiner Stellvertreterin Unterbrandmeisterin Dorothea Niehoff neben den Ausbildern Unterbrandmeisterin Bianca Kocks; Hauptfeuerwehrmann Stefan Niehues; Unterbrandmeister Martin Lukawski; Feuerwehrmann Alexander Westphal; Brandmeister Tobias Benkhoff, Unterbrandmeister Mirco Thebelt und Hauptbrandmeister Clemens Amshoff.
Im Jubiläumsjahr wechseln wieder 4 Jugendfeuerwehrmänner, in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr. Von den 163 Feuerwehrfrauen/Männer in der Einsatzabteilung der Löschzüge Gronau und Epe haben 92 Feuerwehrfrauen/Männer in der Jugendfeuerwehr angefangen. Auch an der Feuer- und Rettungswache sind von den 29 hauptamtlichen Kräften, 15 Kräfte in der Jugendfeuerwehr angefangen. Noch heute sind in der Einsatzabteilung Gründungmitglieder der Jugendfeuerwehr aktiv.
Somit hat die Gründung der Jugendfeuerwehr 1967 reife Früchte für den Brandschutz in der Stadt Gronau und der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Gronau gebracht.
Auf eine Anzeige in den Westfälischen Nachrichten, meldeten sich 146 junge Leute im Alter von 10 – 17 Jahren, die sich für die Jugendfeuerwehr interessierten. Da dies für den Anfang natürlich eine viel zu große Zahl war, entschied man sich dafür nur die 15 – 17jährigen zur Gründungsversammlung einzuladen.
Am 7. November 1967 war es dann soweit. Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Gronau wurde offiziell gegründet – als erste im damaligen Kreis Ahaus – und ist auch die älteste im heutigen Kreis Borken. 30 junge Männer wurden vom Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrandmeister Karl Völkers in die Wehr aufgenommen. Zum ersten Jugendfeuerwehrwart wurde seinerzeit Oberfeuerwehrmann Arnold Kösters benannt, der bis zu seinem tragischen Unfalltod am 24. Mai. 1968 die Jugendfeuerwehr leitete. Ihm zur Seite standen Günter Möller und Gerhard Meyerink. Zum Nachfolger von Arnold Kösters wurde damals als Jugendfeuerwehrwart Günter Möller benannt.
In ersten Jahren nach ihrer Gründung wurden Dienstabende (jeweils Dienstagabend) von je 1 ½ Stunden abgehalten, die der reinen Feuerwehrtechnischen Ausbildung dienten. Erst 1970 änderte sich die Ausbildung der Jugendfeuerwehr. Laut Jugendordnung sollte die feuerwehrtechnische Ausbildung nur noch 50% der gesamt Dienstabende betragen und die anderen 50% der allgemeinen Jugendarbeit dienen. Zu den Dienstabenden fanden jedoch auch andere Veranstaltungen und Besichtigungen statt. Immer wieder verbrachte die Jugendfeuerwehr ein Wochenende draußen in der Natur und zwar in der CVJM - Hütte im Gildehauser Venn.
Bei den Leistungswettkämpfen der Feuerwehren des Kreises Ahaus in Südlohn, im Juni 1968, trug die Jugendfeuerwehr einen Angriff nach den Richtlinien des Westfälischenfeuerwehrverbandes vor. Die Gruppe blieb mit einer Zeit von 4 Min. 47 Sek. weit unter der gesetzten Zeit von 6 Minuten und arbeitete fehlerlos.
Seit 1968 fährt die Jugendfeuerwehr jährlich zur Leistungsprüfung für die Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr. Mit zwei Gruppen (je 9 Jugendliche) wurde in Lüdenscheid die erste Leistungsprüfung für die Leistungsspange abgelegt.
Die Übungsbedingungen für die Leistungsspange je Gruppe lauteten:
1. Kugelstoßen (5 kg) insgesamt 55 Meter
2. Staffellauf (1500 Meter mit einem C – Strahlrohr) in 300 Sekunden
3. Ausrollen von 8 C- Druckschläuchen in 90 Sekunden
4. Beantwortung von 54 Fragen aus dem feuerwehrtechnischen Bereich.
Das „erste Jahr“ hatte die Jugendfeuerwehr trotz anfänglicher Skepsis gut überstanden. Der Diensteifer der Jugendlichen war vorbildlich. Waren im ersten Jahr vier Austritte, 8 Jugendliche konnten wegen erreichen der Altersgrenze (17 Jahre) in die aktive Abteilung der Wehr wechseln, waren 13 Neuzugänge zu verzeichnen, so dass die Jugendfeuerwehr im zweiten Jahr unter der Leitung von Jugendfeuerwehrwart Günter Möller, den Ausbildern Gerhard Meyerink und Willi Epping einen Bestand von 32 Jugendlichen hatte.
Zusammen mit der Jugendfeuerwehr Ochtrup (gegründet 1965) wurden immer wieder Filmabende, Fußballspiele, Quiznachmittage und Besichtigungen durchgeführt.
In ersten drei Jahren der Jugendfeuerwehr wechselten 30 Jugendliche wegen erreichen der Altersgrenze zur aktiven Freiwilligen Feuerwehr über. Somit hatte die Gründung einer Jugendfeuerwehr bereits damals schon reife Früchte für den Brandschutz der Stadt Gronau und der Einsatzabteilung der aktiven Wehr gebracht.
Brandmeister Gerhard Fischer übernahm 1974 kommissarisch als Jugendfeuerwehrwart die Jugendfeuerwehr, da wegen der Zusammenlegung der Gemeinden Gronau und Epe auch innerhalb der Wehren Neuorganisationen nötig wurden. Jugendfeuerwehrwart Brandmeister Günter Möller war rund sechs Jahre neben seinem sonstigen Feuerwehrdienst unermüdlich für die Jugendabteilung tätig. Ihm zu Seite standen die Ausbilder Günter Meyer und Steffen Dittmann. Günter Möller erhielt auf der Versammlung aus den Händen des Kreisbrandmeisters Georg Wortmann im Namen des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr überreicht.
Erste Einsatz- Erfahrungen konnten die Jugendfeuerwehrmänner bei den Flächenbränden im Amts- bzw. Gildehauser Venn sammeln. Dabei wurde jedoch ein Jugendfeuerwehrmann zum Brandstifter, er stecke im Gildehauser Venn die Heide an, weil er zu einem Flächenbrand nicht mitfahren durfte.
Im Januar 1977 gründeten die drei Jugendfeuerwehren des Kreises Borken in Südlohn die Kreisjugendfeuerwehr im Kreisfeuerwehrverband Borken. Der Kreisjugendfeuerwehr gehörten 97 Jugendfeuerwehrmänner aus Gronau, Bocholt und Isselburg an. Zum ersten Kreisjugendfeuerwehrwart wurde Oberbrandmeister Laurenz Jungebluth aus Bocholt und sein Stellvertreter Gerd Fischer aus Gronau benannt. Zum 10jährigen Bestehen ging es mit dem Bus nach Westberlin. Dort wurde die größte Berufsfeuerwehr der Bundesrepublik Deutschland besucht, eine Stadtrundfahrt mit den Sehenswürdigkeiten in der geteilten Stadt sowie eine Stadtrundfahrt durch Ostberlin, Hauptstadt der DDR unternommen. Diese Reise wurde für alle ein besonderes Ereignis (Grenzkontrolle) und wird für die Teilnehmer unvergessen bleiben.
Im Mai 1979 übernahm Brandmeister Wilhelm Thyben als Jugendfeuerwehrwart und Herbert Schröter als Ausbilder die Führung der Jugendfeuerwehr. Hatte die Jugendfeuerwehr in den ersten 10 Jahren ihres Bestehen eine Stärke von 30 Jugendlichen, so ging diese in den 80iger Jahren rapide zurück. So hatte die Jugendfeuerwehr 1981 zum 100 jährigem Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr eine Stärke von 20 Jugendlichen.
Ein neues Zeitalter brach 1980 an. Am 26. August 1980 trat die 14 jährige Susanne Gradtke als erstes Mädchen in die Jugendfeuerwehr Gronau ein. Leider wurde sie später in die Einsatzabteilung der Freiwillige Feuerwehr nicht übernommen – Begründung fehlende Umkleide- und Duschräume für Damen an der Feuerwache.
Seit 1981 findet im Kreis Borken das Kreispokalturnier unter den Jugendfeuerwehren des Kreises statt. Neun Mitglieder jeder teilnehmenden Jugendfeuerwehr bilden die Wettkampfmannschaft, die neben einen Löschangriff, Knoten und Stiche, auch einen Hindernisparcour bewältigten müssen. 1988 und 2003 im Rahmen der Landesgartenschau war Gronau der Ausrichter des Kreispokalturniers.
Zum 20 jährige Bestehen gab sich die Jugendfeuerwehr „zum Anfassen“ mit einem Tag der offenen Tür. An der Feuer- und Rettungswache hatten die 15 Jugendlichen am 27. September 1987 eine „Anleihe“ bei der Einsatzabteilung gemacht und den gesamten Fahrzeugpark aufgeboten, um den Besuchern das „Kiebitzen“ zu ermöglichen. Im Gebäude der Feuerwache wurden alle Ausrüstungsgegenstände gezeigt, die eine komplette Wehr nötig hat. Für Gronauer und Eperaner war es eine Möglichkeit, die Feuerwehr einmal nicht im Vorbeifliegen kennen zu lernen, sondern in aller Ruhe. Fürs leibliche Wohl war ebenso gesorgt wie für Musik. Quasi zum Finale improvisierte die Jugendfeuerwehr noch eine Übung – zur Begeisterung der Besucher. Schade war dass das Besucherinteresse sehr gering war.
Seit 1990 steht Matthias Stehning der Jugendfeuerwehr als Jugendfeuerwehrwart vor, das erste von mehreren Freizeiten, Zeltlagern unter seiner Regie, veranstaltete die Jugendfeuerwehr im September 1992 auf dem Gelände der Overbergschule in Epe ein Zeltlager. Jugendfeuerwehren aus Ochtrup, Albersloh, Vreden, Südlohn, Bocholt, Gescher und Gronau sowie die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerk Gronau hatten hinter dem Gebäude eine kleine Zeltstadt aufgebaut, wo auch ein Lagerfeuer nicht fehlen durfte. Grund zur Durchführung des Zeltlagers war das 25jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Gronau.
Auf Grund der großen Beteiligung in der Jugendfeuerwehr, wurde 1995 die Jugendfeuerwehr Gronau in zwei Jugendgruppen aufgeteilt, in die Jugendgruppe Gronau und Jugendgruppe Epe. Jugendfeuerwehrwart der Gruppe Gronau wurde der bisherige stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Brandmeister Udo Lienesch, der gleichzeitig stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart wurde. Die Leitung der Gruppe Epe wurde der Jugendfeuerwehrwart Brandmeister Matthias Stehning, der gleichzeitig als Stadtjugendfeuerwehrwart bestellt wurde.
Mit 150 Gästen feierte die Jugendfeuerwehr Gronau am 8. November 1997 in der Feuer- und Rettungswache ihr 30-jähriges Bestehen. Während die Vorführungen am Samstagnachmittag auf dem Deltaplatz bei schlechtem Wetter unter keinen so guten Stern standen, konzentrierten sich alle am Abend auf die Feier.
Stadtjugendfeuerwehrwart Matthias Stehning konnte an diesem Abend, auch den Landes- und Kreisjugendfeuerwehrwart begrüßen sowie die ersten Mitglieder und Kameraden, die damals die Jugendfeuerwehr aus der Taufe gehoben haben.
Rund sechzig Kubikmeter Sachspenden, so lautet das stolze Ergebnis der Sammelaktion der Jugendfeuerwehren im Kreis Borken. Nach der Jahrhundertflut an der Elbe im August 2002 wurde Spontan eine Sammlung ins Leben gerufen unter dem Motto „Von der Jugend für die Jugend“ Vielen Kindern war durch die Flut das gesamte Spielzeug, die Kleidung, das lieb gewonnene Kuscheltier abhanden gekommen. Die Spendenbereitschaft war enorm und viele fleißige Helfer waren nötig, um die Logistik-Fahrzeuge der Feuerwehren aus Borken, Gronau, Raesfeld und Gescher zu verpacken. 16 Feuerwehrleute aus dem Kreis Borken hatten sich auf dem Weg gemacht um die gesammelten Sachspenden in den 650 Kilometer entfernten Landkreis Döbeln im Freistaat Sachsen zu bringen. Dort wurden die Sachspenden der Sozialdezernentin des Landkreises Döbeln, die sich überwältigt zeigte von der Spendenaktion der Jugendfeuerwehren im Kreis Borken übergeben.
Den Wanderpokal des Landrates holte sich beim Leistungsnachweis der Jugendfeuerwehren des Kreises am 1. Juni 2003 die Gruppe Epe. Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr Gronau, waren die Gronauer Ausrichter des Leistungsnachweises der Jugendfeuerwehren. Bereits am 28. Mai waren die Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Borken in Gronau eingetroffen und hatten auf dem Sportplatz des SG Gronau Zelte für das Kreiszeltlager aufgebaut. Höhepunkt des Zeltlagers war der Leistungsnachweis mit zwölf Jugendfeuerwehrgruppen zu je neun Personen. Das Rahmenprogramm gestalteten die Feuerwehren aus Losser, Bocholt und Gronau. Die Feuerwehr Bocholt demonstrierte die Möglichkeiten der Höhenrettungseinheit. Die niederländischen Kollegen aus Losser die Unfallrettung aus einem verunfalltem Pkw und die Gronauer Feuerwehrleute informierten die Besucher über den Brandschutz in privaten Wohnbereich.
Ein Berufsfeuerwehrtag an der Feuer- und Rettungswache begeisterte die Jugendfeuerwehr an zwei Wochenenden im September 2004. und Mai 2007. Morgens antreten, Fahrzeugbesatzung einteilen und einen 24- Stunden Dienst auf der Feuerwache leisten – so sieht ein Tag bei der Berufsfeuerwehr aus. Jeweils 20 Jugendfeuerwehrmitglieder zwischen zwölf und achtzehn Jahren erhielten an zwei Wochenenden die Gelegenheit, durch die Begleitung eines Berufsfeuerwehrmannes einen konkreten Einblick in die Dienstabläufe zu bekommen. Da der Spaß bei dieser Aktion im Vordergrund stehen sollte, wurde der Tagesablauf nach Dienstplan immer wieder durch Übungen in Form von unangekündigten „Einsätzen“ unterbrochen. Neben dem Proben eines Ernstfalls und dem vertieft erlernten Feuerwehrwissen sollten mit dem Berufsfeuerwehrtag auch pädagogische und soziale Ziele, wie das Kennen lernen untereinander oder Öffentlichkeitsarbeit verfolgt werden.
Eine besondere Ehrung wurde dem Stadtjugendfeuerwehrwart Matthias Stehning am Rande des Leistungsnachweises der Jugendfeuerwehren in Gescher 2005 zuteil, Matthias wurde mit der Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehren in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Im August 2007 hieß es Abfahrt zum Megazeltlager. Die Jugendgruppen aus Gronau und Epe nahmen auf Einladung der Jugendfeuerwehr Gronau der Stadt Bensheim aus Hessen am Megazeltlager der Jugendfeuerwehren Südhessen in Mühlheim am Main teil. Insgesamt waren rund 4.000 Kinder und Jugendliche zu dem Zeltlager der "Jugendfeuerwehr Südhessen" gekommen. Dem Zusammenschluss gehören mehr als 200 Jugendwehren der Kreise Darmstadt-Dieburg, Offenbach, Groß-Gerau, Odenwaldkreis und Bergstraße an. Neben Volleyball- und Fußball spielen (im Fußball wurde der vierte Platz belegt) nahm die Jugendfeuerwehr, gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Bensheim-Gronau am lebendigen Logo teil. Das Resultat konnte sich gut blicken lassen und der Hessische Ministerpräsident Roland Koch, der ebenfalls zu dieser Veranstaltung kam, war begeistert. Am Samstagmorgen hieß es für die ausgelosten Teilnehmer der Jugendfeuerwehr Bensheim-Gronau, sie wurde unterstützt durch die Jugendfeuerwehr Gronau, frühes Aufbrechen zum Weltrekordversuch an den Main.
"Wir pumpen den Main leer!" - Unter diesem Motto hatten die südhessischen Jugendfeuerwehren an der Mainschleuse mit einer riesigen Wasserwand einen neuen Weltrekord aufgestellt.
Mehr als 1.000 "Strahlrohre" waren im Einsatz, als rund 2.000 junge Feuerwehrfrauen und -männer etwa 20 Minuten lang über 100.000 Liter Wasser pro Minute aus dem Main pumpten und es wieder zurück spritzten. Um den bisherigen deutschen Rekord zu brechen, waren mindestens 800 Rohre nötig.
Den hielt die südhessische Jugendfeuerwehr bislang selbst. Diesmal ging das gesetzte Ziel aber über einen deutschen Rekord hinaus. Ins Guinnessbuch der Rekorde wollte es der Löschnachwuchs schaffen, und zwar mit der "dichtesten" Wasserwand.
Und so wurde es am Ende auch geschafft mit dem Eintrag ins Guinnessbuch. Die zahlreichen Zaungäste konnten eine 390 Meter lange und 8 Meter hohe Wasserwand bestaunen.
Für alle Teilnehmer war dieses Megazeltlager ein besonderes Erlebnis, hatte die Jugendfeuerwehr an so ein Zeltlager in dieser Größe noch nie teilgenommen.
Nach dem Megawochenende im August 2007, verbrachten die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr noch eine erlebnisreiche Woche in den Herbstferien, und zwar in der Schützenhalle in Beringhausen im Sauerland.
Nicht nur das die Jugendfeuerwehr jährlich am Kreispokalturnier des Kreises Borken oder am Leistungsnachweis zum Erwerb der Leistungsspange teilnimmt, auch bei anderen öffentlichen Veranstaltungen z.B. an der Säuberungsaktion der Stadt „Gronau putzt sich heraus“, an den Karnevalumzügen, aktive Teilnahme bei den Aufführungen der Wasserspiele im Stadtpark, „Tag der offnen Tür“ oder Feuerwehrtagen der Löschzüge Gronau und Epe, bei Schulfesten, „Tag der offenen Tür“ bei Firmen oder an Jubiläumsveranstaltung der Nachbar Jugendfeuerwehren, Freiwilligen Feuerwehren, Rauchmelderkampagne „Eine Stadt sagt dem Feuer den Kampf an“ und………...
Die Jugendfeuerwehr wird gebraucht – um Freiwilligkeit innerhalb der Feuerwehr zu sichern, um gesellschaftliches und kulturelles Leben aufrecht zuhalten und um der Jugend zu zeigen, was Gemeinsinn bedeutet.
Technische Interessen und soziale Bedürfnisse – junge Mitglieder erleben Erfolg und Anerkennung. Helfen sei out, Egoismus sei in! Wir zeigen ihnen, dass dies nicht stimmt.
Soziales Engagement kann Spaß machen und trägt zum positiven Ansehen in der Bevölkerung bei.
Das klare, unverwechselbare Profil der Jugendfeuerwehr kommt an.
Die Jugendfeuerwehr steht mittendrin. Sie spricht alle Jugendlichen an - Jungen und Mädchen, Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten und Bildungsstufen. 41 Mitglieder, organisiert in zwei Gruppen, sind ein Beweis für die Attraktivität der Jugendfeuerwehr. Junge Menschen suchen das Besondere – eine Jugendarbeit, die mehr bietet als andere.
Das Ohr am Puls der zeit haben, mit der Zeit gehen, nicht gleich jeder Modeerscheinung hinterher gehen – das macht die Jugendfeuerwehr so wertvoll.
Aller Individualisierung zum Trotz; junge Menschen brauchen Gruppen, wollen von den „Alten“ erst genommen werden, suchen Rat und Begleitung. Aus dem Miteinander werden Freundschaften. Positive Erfahrungen in der Jugend halten ein Leben lang. Erworbene Einstellungen prägen das Privatleben.
Moderne Jugendliche – neue Anforderungen an einem traditionellen Verband – jährlich wechseln junge Menschen in die Einsatzabteilung. Jung und Alt reden miteinander, tauschen sich aus, packen gemeinsam an.
Vieles ist ihnen wichtig. Theoretische und praktische Ausbildung, Wettbewerbe, Reinschnuppern in die Ernsthaftigkeit des Feuerwehralltages. „Wenn man sie braucht, sind sie da“ – das ist die Devise für die 41 Jugendfeuerwehrmitglieder im Alter von 12 – 18 Jahren, darunter 4 Mädchen. Technik fasziniert – „einmal mit dabei sein!“ Top ausgebildet, voller Ehrgeiz, und auch ein wenig Stolz, dazugehören – das ist der Kick der Jugendfeuerwehr.
Aktion, Ausgleich, Anspannung, Aufgehobensein – das Programm machen die Jugendlichen selbst. Die Vielfalt macht`s – eine Vorbereitung auf den späteren Feuerwehreinsatz wird dabei nicht vernachlässigt.
Die Jugend weiß, was sie will. Mit Freunden Zusammensein, etwas abseits des Alltagstrotts erleben, dabei ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen und selbst entscheiden können. Ausbildung, Fitness, Spiele, Ausflüge, Umweltschutz, Feste, Dienst für die Gemeinde, Diskussionen, Spaß und viel Bewegung – das typische Jahresprogramm. Die Aktivitäten kommen an. Nicht nur bei Mitgliedern. Aktionstage und packende Wettbewerbe. Die Jugendfeuerwehr stellt sich offensiv der Öffentlichkeit dar. Das Profil nach innen und außen bekannt machen und für sich und seine Partner werben.
Die Jugendfeuerwehr ist kein Sportverein, aber trotzdem gehört Sport genauso zum Programm, wie erste Hilfe oder der Brandschutz. Bei Wettbewerben beweisen sie nicht nur ihre technischen Fähigkeiten. Im Staffel- und Hindernislauf entscheidet die Leistung der gesamten Gruppe.
Wie schließt man einen Schlauch an, was ist ein Strahlrohr, was kann man mit Leitern und Leinen machen? Aber es gibt auch theoretische Dinge zu lernen. Hauptsächlich geht es bei der Jugendfeuerwehr um den praktischen Umgang mit den Gerätschaften und dabei macht das Lernen auch noch Spaß.
Brettspiele im Winter, Rallyes im Sommer, Action und Gaudi stehen im Vordergrund. Und mit anderen zusammen was zu unternehmen macht auf alle Fälle viel mehr Spaß, als den ganzen Tag alleine vor dem Fernseher oder Computer zu sitzen.
Einmal ohne Eltern Urlaub machen? Na klar, bei der Jugendfeuerwehr lernt man andere Leute kennen. Zeltlager, schwimmen gehen, fremde Städte besichtigen, abends am Lagerfeuer sitzen, all das kann man bei der Jugendfeuerwehr erleben.
Die Jugendfeuerwehr beteiligt sich auch am Umweltschutz, bei der Stadtsäuberung werden in Gruppen - Wege, Straßen, Gräben gereinigt.
Im Jubiläumsjahr präsentiert sich die älteste Jugendfeuerwehr im Kreis Borken als junge, selbstbewusste und leistungsfähige Nachwuchsabteilung der Feuerwehr Gronau unter der Leitung von Stadtjugendfeuerwehrwart Brandinspektor Matthias Stehning und seiner Stellvertreterin Unterbrandmeisterin Dorothea Niehoff neben den Ausbildern Unterbrandmeisterin Bianca Kocks; Hauptfeuerwehrmann Stefan Niehues; Unterbrandmeister Martin Lukawski; Feuerwehrmann Alexander Westphal; Brandmeister Tobias Benkhoff, Unterbrandmeister Mirco Thebelt und Hauptbrandmeister Clemens Amshoff.
Im Jubiläumsjahr wechseln wieder 4 Jugendfeuerwehrmänner, in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr. Von den 163 Feuerwehrfrauen/Männer in der Einsatzabteilung der Löschzüge Gronau und Epe haben 92 Feuerwehrfrauen/Männer in der Jugendfeuerwehr angefangen. Auch an der Feuer- und Rettungswache sind von den 29 hauptamtlichen Kräften, 15 Kräfte in der Jugendfeuerwehr angefangen. Noch heute sind in der Einsatzabteilung Gründungmitglieder der Jugendfeuerwehr aktiv.
Somit hat die Gründung der Jugendfeuerwehr 1967 reife Früchte für den Brandschutz in der Stadt Gronau und der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Gronau gebracht.
Zuletzt editiert am 04.03.2008 durch Martin Lammers
| Wussten Sie schon, dass.. |
.. das örtliche Betriebe Partner der Feuerwehr werden können ? [mehr]
haha. nix da mit spam. deaktiviert!



