„Brandverletzungen bei Kindern“
Was tun bei Verbrennungen und Verbrühungen? Löschen Sie das Kind mit Wasser. Kühlen Sie 20 Minuten lang mit Wasser und feuchten Tüchern! Bis zu einer Stunde nach dem Unfall hat Kühlen noch Sinn!
Rufen Sie immer den Notarzt: 112
Wie lange soll gekühlt werden? Maximal 20 Minuten: Nach den ersten 10 Minuten Kühlung unter laufendem Wasser oder dem Eintauchen in Wasser kann das Abkühlen 10 Minuten weitergeführt werden durch Auflegen kalter, oft zu wechselnder feuchter Tücher. Der Patient sollte nicht unterkühlt werden, nicht verbrannte Körperstellen müssen warm gehalten werden (z. B. durch Auflegen warmer Decken).
Wann ist ein Arzt notwendig? Immer! Bei Verbrennungen und Verbrühungen immer den Notarzt rufen: 112! Sogenannte Hausmittel, z. B. das Auftragen von Mehl, Zahnpasta und dergleichen, sind nicht nur falsch, sondern auch extrem schädlich!!!
Wie werden die Schmerzen behandelt? Verbrennungen sind extrem schmerzhaft! Leichte Verbrennungen schmerzen im Allgemeinen mehr als tiefe Verbrennungen, da bei tiefen Verbrennungen die Nervenendigungen mit zerstört worden sind. Die Schmerzen benötigen so viel Schmerzmittel, bis sie nachlassen. Die Schmerzmittel werden nur vom Arzt über die Vene gegeben, da sonst keine zuverlässige Verteilung durch den Blutkreislauf erfolgen kann.
Wohin kommt der Brandverletzte? Der Transport soll so schnell und so gezielt wie möglich erfolgen. Bei jeder Verbrennung/Verbrühung wird immer das nächstgelegene Krankenhaus aufgesucht, von dort kann nach entsprechender Erstbehandlung und Stabilisierung des Patienten eine Verlegung in eine Spezialklinik organisiert werden. Das Kind muss in ein auf Verbrennungen spezialisiertes Krankenhaus, wenn mehr als 10 % der Körperoberfläche oder Gesicht, Hände, Genitalien oder Füße verbrannt sind, eine Stromverletzung oder eine Verätzung vorliegt bzw. Verdacht auf ein Inhalationstrauma besteht.

Paulinchen e.V. Elterninitiative brandverletzte Kinder Paulinchen e.V. wurde 1993 gegründet, um Familien nach Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen ihrer Kinder zu beraten, bei Problemen in der Rehabilitationszeit zu helfen sowie präventiv auf Unfallursachen hinzuweisen. Der Verein arbeitet bundesweit und ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Hauptaufgaben sind:
- Beratung und Kontaktvermittlung in der Klinikzeit
- Wochenendseminare
Hilfestellung für die Rehabilitation und die weitere Zukunft Aufklärung zur Vermeidung von Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen
Kleinere Gruppen betroffener Eltern treffen sich in verschiedenen Städten Deutschlands. Referenten halten Vorträge zum Thema Brandverletzungen, Eltern tauschen Erfahrungen aus.
Paulinchen e.V. gibt Adressen guter Therapeuten, erfahrener Sanitätshäuser und kompetenter Ärzte weiter zur Erleichterung einer umfassenden Rehabilitation.
Als öffentliches Medium erscheint die Zeitschrift “Paulinchen” in der Erfahrungsberichte betroffener Familien, Tipps und Fragen ihren Platz haben. Fachartikel helfen, das Thema “Brandverletzungen” besser zu verstehen und beschreiben beispielsweise neue Korrekturmöglichkeiten und Therapien.
[Quelle] Paulinchen e.V. http://www.paulinchen.de |
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